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Der heiße Aktientipp, der einen ein Vermögen bringt – wer hätte ihn nicht gerne?

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Nun ist es so, dass es den Aktientipp durchaus gibt, man muss halt nur besser informiert sein als der Markt. Eben diesen Informationsvorteil kann man im Internet auf Finanz-Plattformen wie „Seeking Alpha“, „Benzinga“, „Wall Street Cheats Sheet“ und Co. in Form von „Heißen Aktien-Tipps“ erlesen oder gar kaufen.

Der erhoffte Erfolg kann aber auch umschlagen, wenn der „heiße Tipp“ designt ist und jemand dafür bezahlt, dass er als „heißer Tipp“ verkauft wird. Genau diesen Sachverhalt untersucht jetzt die US-Börsenaufsicht. Laut einem Bericht des Manager Magazins haben die US-Behörden Zivilklagen gegen 27 Personen und Unternehmen wegen Betrugs angestrengt. Sie sollen Aktientipps auf solchen Finanzwebsiten veröffentlicht und sich dafür bezahlen lassen.

Vorgehensweisen wie in Hollywoodfilmen

Das klingt wie ein Handlungsausschnitt aus bekannten Filmen wie „The Wolf Of Wall Street“ oder „Risiko – der schnelle Weg zum Geld“ aber das zeigt uns, das Hollywood halt manchmal mit solchen Themen nicht so weit weg ist wie man denkt. Das Prinzip ist bekannt und (leider) alt bewährt. Der potentielle Anleger oder die Anlegerin glaubt einen interessanten Aktientipp irgendwo aufzugreifen und die Argumente hinter dem Aktienipp scheinen erstmal auch schlüssig, warum also nicht da investieren? Aber wie bereits einleitend beschrieben, ist der Tipp designt oder schlicht weg einfach mal fingiert. Ziel solcher Aktionen ist es den Aktienwert zu pushen, wobei meistens nur die wirklich daran verdienen, die die Aktien vor der ganzen Aktion eh schon hatten.  Im Zuge der Untersuchung wurde 250 Artikel auf verschieden Plattformen gefunden und bemängelt. Die Verfasser der gefälschten Analysen mit Pseudonymen wie „Equity Option Guru“, „Trading Maven“ und wie sie sich nicht alle nennen machen vielleicht einen seriösen Eindruck, wenn sie von sich selbst behaupten, dass sie Analysten und Fondmanager mit fast 20 Jahren Investmenterfahrung sind, und manch einer betrachtet das auch skeptisch, aber die Anonymität des Internets verschafft Ihnen eine hohe Opferquote unter den leichtgläubigen. Einer dieser „Analysten“ soll neben seinem „eigenen Namen“ noch mindestens neun weitere Identitäten haben. Spätestens hier wird das Ausmaß klar und in welcher Dimension sich der Betrug bewegt. Anders als bei „übertriebenen“ Rezensionen von Produkten wie man sie auf Online-Shopping-Seiten findet, kann man hier nicht einfach den gekauften Artikel zurückgeben. Der potentielle Schaden des Anlegers kann verheerend sein.

„Nach US-Recht müssen Unternehmen offen legen, wenn sie Autoren für das Veröffentlichen von Artikeln über ihre Aktien bezahlen. „Unsere Märkte können nicht richtig funktionieren, wenn verschleiert wird, dass Firmen für positive Artikel bezahlt haben“, heißt es in einer Stellungnahme der SEC.“ Mit einschreiten der Börsenaufsicht wurde gleichzeitig auch eine Warnung an Investoren herausgegeben mit der Information, „dass Artikel auf Investmentwebseiten nicht unbedingt objektiv und unabhängig seien. Sie könnten Teil einer bezahlten Werbeaktion sein, die nicht offen gelegt wurde. Anleger sollten daher niemals allein auf Grundlage solcher Informationen investieren.“ Im Weiteren teilte die SEC mit, dass bisher 17 der 27 Angeklagten Personen und Unternehmen einen Vergleich über Straf- oder Entschädigungszahlungen im Wert von 2,2-3 Millionen Dollar geschlossen haben. „Darunter seien Firmen wie Galena Biopharma, ImmunoCellular Therapeutics und Lion Biotechnologies, die jegliches Fehlverhalten von sich wiesen.“ Gegen die übrigen Angeklagten läuft das Verfahren weiter. Die Webseiten entgingen einer Anklage, da sie aufgrund eines rechtlichen Verweises in den AGB´s nicht für Einträge externer Autoren haftbar gemacht werden können.

Quelle: http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/anlage-tipps-sec-kaempft-gegen-fake-news-fuer-investoren-a-1142883.html

Autor: René Gebauer

2 thoughts on “Der heiße Aktientipp, der einen ein Vermögen bringt – wer hätte ihn nicht gerne?

    1. Das ist absolut richtig. Es ist sicherlich auch nur ein Bruchteil von Nachrichten, wo die beschriebene Praxis Anwendung fand. Ich hoffe das solche Verfehlung in Zukunft veröffentlicht werden, so dass seriöse Nachrichtenanbieter sich von Unternehmen mit solchen Praktiken besser abheben.

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