Das schwarze Gold fließt in Strömen …

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Das schwarze Gold fließt in Strömen …

… und der Kurs geht den Bach runter

Die Hoffnung der OPEC-Länder, unter der Führung von Russland, eine deutlich steigende Ölpreisnotierung, durch die kürzlich beschlossene Absenkung der Fördermenge, zu erreichen hat sich nicht erfüllen können. Verantwortlich für das platzen dieser Verknappungsstrategie sind erhöhten Erdölfördermengen von anderen Staaten (auch OPEC), allen voran die der USA. Allein aus Nigeria könnten bis zu 250.000 Barrel pro Tag in den Markt einfließen, da Royal Dutch Shell das „force majeure“ in der vergangenen Woche aufgehoben hat. Dies hat den Markt jetzt ein Jahr vor dem Ölzufluss aus Nigeria geschont. Und der Druck aus Afrika wächst weiter. Libyen hat angekündigt bis zum Ende des Jahres ein Fördervolumen auf 1.25 Mio Barrel pro Tag zu steigern. Das entspräche einer Steigerung von 64% zum aktuellen Förderniveau. Auch die aktuelle Katar-Krise trägt ihren Teil zur Entwicklung mit bei.

Die US-Schieferölproduktion und die Erdölförderung anderer Länder (auch OPEC-Länder) drücken die erhoffte steigende Ölnotierung der OPEC-Staaten. Einige US-Schieferölproduzenten können mittlerweile trotz Gewinnerzielung den Ölpreis unter die 40.00 USD-Marke drücken. Seit Anfang des Jahres wurden 200 Ölquellen angezapft. Allein die Förderung und die geplante Steigerung der Förderung der USA reicht mittlerweile aus um die die gesamte Förderkürzung der OPEC-Staaten und Russlands zu neutralisieren.  Der Konkurrenzdruck nimmt den OPEC-Staaten zunehmen den Wind aus den Segeln. Das zeichnet vor allem bei der Betrachtung des ÖL-Kurses ab. Allein in der vergangenen Woche fiel der Kurs um sechs Prozent und schloss am Freitag unter der 48 US-Dollarmarke und bekleidet so eine neue Tiefposition.

Saudi-Arabien kann seinen Staatshaushalt nicht mehr decken Dies stellt ein erhebliches Problem für das Königreich Saudi-Arabien dar, da dieses einen Teil des Staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco an die Börse bringen will. Ein schwacher Ölpreis senkt dementsprechend den Emissionskurs, was nicht gerade im Interesse des Königreichs liegen wird. Gleichzeitig hat Saudi-Arabien das Problem, dass es durch den schwachen Ölpreis ernsthafte Problem hat seine Staatsausgaben zu decken. Die Folge daraus sind Sparpläne und sogar Sondersteuern für ausländische Unternehmen, die den Staatshaushalt entlasten sollen. Diese Politik geht allerdings zu Lasten der Konjunktur, so prognostiziert der IWF für das Jahr 2017 ein Wirtschaftswachstum für den Wüstenstaat von gerade einmal 0.4 Prozent. Der Ölverbrauch wird natürlich auch durch die rasante Entwicklung des alternative Energien Sektors und der Elektromobilität ausgebremst. Für den Endverbraucher ist das ganze Szenario natürlich ein gefundenes Fressen, bei den aktuell günstigen Kurs für Heizöl, schlagen natürlich viele Verbraucher zu. Die erhöhte Nachfrage könnte den Ölpreis enorm stützen, wobei abzuwarten bleibt wie viele Endverbraucher auf einen weiteren Preissturz spekulieren und wie viele sich jetzt bereits eindecken oder Teileindeckungen vornehmen. Eines dürfte dementsprechend klar sein, wenn die Bodenbildung einsetzt, dürfte es einen kräftigen Preisschub geben, da alle Spekulanten und Unentschlossenen dann zum vermeidlich günstigsten Preis kaufen wollen. Auch hier gilt das Sprichwort „Timing ist die halbe Miete“.Fakt ist aber auch, dass Öl eine entscheidende Größe in der Weltwirtschaft spielt und auf die allgemeine Preisentwicklung und Konjunktur einwirkt.

Quellen: Welt.de, Godmode-trader.de Bildquelle: kevonnolondono.wordpress.com

 

Autor: René Gebauer

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