Marktausblick

Goldman Sachs Analysten warnen vor Bärenmarkt

Brexit

Die aktuellen Marktbewertungen sowohl am Aktien- als auch am Anleihenmarkt sind im historischen Vergleich extrem hoch. Die Analyse eines Portfolios, dass zu 60% aus dem US-Aktienindex S&P 500 besteht und zu 40% aus 10-jährigen US-Staatsanleihen, ergab, dass wir uns seit 2009 im zweitgrößten Bullenmarkt seit 1900 (Beginn der Analyse) befinden. Lediglich in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es eine noch höhere Performance, welche letztendlich in der Großen Depression endete.                                                                                                                                                                     ,

Experten-Prognosen

Experten, wie z.B. Christian Mueller-Glissmann von Goldman Sachs, rechnen mit einer deutlichen Korrektur. Goldman Analysten nennen zwei mögliche Szenarien für die aktuelle Entwicklung, die beide negativ für Anleger sind: 1. mittelfristig niedrige Renditen in allen Anlageklassen und 2. „schneller Schmerz“ und ein neuer Bärenmarkt, wenn es einen negativen Wachstumsschock geben sollte oder einen solchen kombiniert mit einem Anstieg der Inflation. Als Bärenmarkt bezeichnet man einen Aktienmarkt, der, verursacht durch weitverbreiteten Pessimismus, in eine Abwärtsspirale gerät und dabei einen Verlust von mindestens 20% im Vergleich zum Höchststand verzeichnet. Gestiegene Bewertungen steigern das Risiko eines Absturzes alleine schon dadurch, dass dort weniger Puffer zum abfedern von Schocks bestehen.

In Szenario 1 wird von den Analysten von Goldman trotz allem kein Bärenmarkt erwartet, da die Renditen, obwohl sie mittelfristig niedriger ausfallen dürften, wahrscheinlich immer noch im positiven Bereich liegen (besonders am Aktienmarkt, da dort die Bewertungen noch nicht ganz so extrem sind wie bei Anleihen).

Staatsanleihen sind nicht mehr der „sichere Hafen“

Staatsanleihen galten bisher als besonders sicher und als Absicherung im Falle eines Aktien-Bärenmarktes. Dies gilt zukünftig so nicht mehr, da auch bei Anleihen die erwarteten Renditen aufgrund der extrem hohen Bewertungen sehr niedrig sind. Das schlimmste Szenario für das anfangs erwähnte 60/40 Portfolio ist eine hohe und steigende Inflation. Steigende Zinsen als Folge von Preisdruck blieben laut Goldman Sachs ein Hauptrisiko für Multi-Asset-Portfolios. Das Laufzeitrisiko an den Anleihenmärkten sei wesentlich höher in diesem Durchgang.

Laut den Goldman Sachs Strategen gebe es keinen Grund hektisch aus dem Markt auszusteigen. Sie empfehlen, mehr Kapital in Aktien zu investieren, die große risikogewichtete Erträge besitzen.

 

Quellen:

Baron, Oliver: Goldman Sachs: Diese Warnung hat es in sich! In: Godmode Trader, unter: https://www.godmode-trader.de/artikel/goldman-sachs-diese-warnung-hat-es-in-sich,5635636 (abgerufen am 11.12.17)

McQuaid, Darius: Goldman Sachs issues investment warning predicting BEAR MARKET. In: Express, unter: https://www.express.co.uk/finance/city/886287/goldman-sachs-bear-market (abgerufen am 11.12.17)

 

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