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Autor: Rich Smith / Veröffentlicht von: Christian Walter

Es ist ein Fall von „kaufe das Gerücht, verkaufe die Nachricht“.

Was geschah
Am Dienstag verabschiedete der US-Senat sein 1,2 Billionen Dollar schweres Infrastrukturgesetz, das mindestens 9 Milliarden Dollar an Fördermitteln für verschiedene Brennstoffzellentechnologien enthält. Dies war ein klarer Gewinn für ein Unternehmen mit einem Namen wie FuelCell Energy (NASDAQ:FCEL), dessen Aktien am Tag der Verabschiedung des Gesetzes um 4 % stiegen.

Aber das war am Dienstag. Am Mittwoch ist die FuelCell-Aktie um 9,2 % gefallen (Stand: 15:25 Uhr EDT). Und warum?

Das ist der Grund
Die Sache ist die: Bis zur Verabschiedung des Infrastrukturgesetzes durch den Senat war die Verabschiedung etwas, auf das sich die Anleger freuen konnten – etwas, auf das sie „das Gerücht“ kaufen konnten. Doch nun, da das Gesetz verabschiedet wurde, ist das wahrscheinlichste Zukunftsszenario nicht die sofortige Absegnung des Gesetzes durch das Repräsentantenhaus und die Unterzeichnung durch den Präsidenten. Das wahrscheinlichste Szenario für die Zukunft ist vielmehr eine Verzögerung und vielleicht sogar eine Enttäuschung.

Wie das Wall Street Journal heute in einem Bericht über die Verabschiedung des Infrastrukturgesetzes durch den Senat erklärte, wird die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, das Infrastrukturgesetz erst dann annehmen, wenn der Senat auch den [3,5 Billionen Dollar schweren] Plan zur Armutsbekämpfung und zum Klimaschutz verabschiedet hat“. Und zugegeben, dieses größere Gesetz könnte noch mehr Geld für Brennstoffzellenunternehmen wie FuelCell Energy enthalten. Das Problem ist, dass es weit weniger parteiübergreifende Unterstützung dafür gibt, 3,5 Billionen Dollar für diese eher sozial ausgerichtete Gesetzgebung auszugeben, als für den Wiederaufbau der bröckelnden Infrastruktur, was bedeutet, dass es Monate dauern könnte, bis das Armutsbekämpfungs- und Klimagesetz verabschiedet wird.

Was nun?
Und so stellt sich die Situation heute dar: Das Infrastrukturgesetz ist erst zur Hälfte verabschiedet und hat noch eine weitere große Hürde zu nehmen, bevor es in Kraft treten kann. Ein ausreichend großer Streit im Senat – oder im Repräsentantenhaus – über den Armutsbekämpfungs- und Klimaplan könnte das Gute, das durch die Verabschiedung des Infrastrukturgesetzes erreicht wurde, zunichte machen und verhindern, dass beide Gesetze in Kraft treten.

Oder anders ausgedrückt: Die Verabschiedung des Infrastrukturgesetzes, über die einst gemunkelt wurde, ist nun eine alte Nachricht. Und nervöse Anleger verkaufen diese Nachricht.

Quelle: (fool.com)