fbpx

Robinhood-Anleger mögen vor allem hochfliegende Aktien. Es ist daher nicht überraschend, dass Ocugen (OCGN) und Aphria (APHA) in den Top 100 der am meisten gehaltenen Aktien unter Investoren rangieren. Die Aktien von Ocugen sind im bisherigen Jahresverlauf um mehr als 500% gestiegen, während Aphria sich mehr als verdoppelt hat.

Doch nur weil eine Aktie in der Vergangenheit riesige Renditen geliefert hat, bedeutet das nicht, dass sie dies auch in Zukunft tun wird. Welche dieser beliebten Aktien ist die bessere Wahl für die Zukunft? Hier sehen Sie, wie Ocugen und Aphria im Vergleich zueinander abschneiden.

 

Ocugen

Eine Partnerschaft mit dem indischen Arzneimittelhersteller Bharat Biotech hat Ocugen gegen Ende 2020 ins Rampenlicht gerückt. Der COVID-19-Impfstoff von Bharat, Covaxin, ist in Indien bereits zugelassen. Das Unternehmen schloss sich mit Ocugen zusammen, in der Hoffnung, den Impfstoff auf den US-Markt zu bringen.

Bharat berichtete kürzlich über sehr gute Ergebnisse einer zweiten Zwischenanalyse einer in Indien durchgeführten Studie mit Covaxin in der Spätphase. Der Impfstoff erreichte eine 78%ige Gesamtwirksamkeit gegen COVID-19, mit einer 100%igen Wirksamkeit gegen schwere Fälle der Krankheit.

Ocugen hofft, dass die U.S. Food and Drug Administration (FDA) diese Daten als Grundlage für den Antrag auf eine Notfallzulassung (Emergency Use Authorization, EUA) verwenden wird. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die FDA dem Wunsch von Ocugen nachkommen wird oder von dem Unternehmen die Durchführung einer zulassungsrelevanten Phase-3-Studie in den USA verlangt.

Falls Covaxin die EUA in den USA erhält, wird die wichtigste Hürde für Ocugen darin bestehen, einen Liefervertrag abzuschließen. Sollte dies gelingen, könnte das kleine Biotech-Unternehmen in seiner Zukunft einige große Dollarzeichen sehen. Der Vertrag mit Bharat sieht vor, dass Ocugen 45% der Gewinne aus dem Verkauf des Impfstoffs COVID- 19 in den USA erhält.

Während Covaxin die große Story für Ocugen ist, entwickelt das Unternehmen auch Gentherapien, die auf Augenkrankheiten abzielen. Das Unternehmen plant, in den Jahren 2021 und 2022 vier Phase-1/2-Studien für den Hauptkandidaten OCU400 zu starten, vorausgesetzt, die FDA erteilt die Genehmigung.

 

Aphria

Aphria ist derzeit einer der führenden kanadischen Cannabisproduzenten. Schon bald sollte es jedoch an die Spitze rücken und das größte Cannabisunternehmen der Welt werden, gemessen am Umsatz. Dieser Aufstieg wird erfolgen, sobald die Fusion von Aphria mit Tilray (TLRY) abgeschlossen ist.

Das neue Unternehmen nach der Fusion wird den Namen Tilray verwenden. Machen Sie aber keinen Fehler: Aphria ist der dominierende Spieler in diesem Geschäft.

Kanadische Marihuana-Aktien können ihre Notierungen an den großen US-Börsen nicht beibehalten und auf dem US-Cannabismarkt agieren, solange Marihuana auf Bundesebene illegal bleibt. Viele Investoren hoffen jedoch, dass die Cannabisreform den Status quo ändern wird und den Weg für Aphria frei macht, in die USA zu expandieren.

Das Unternehmen besitzt bereits Sweetwater Brewing, einen US-amerikanischen Craft- Bier-Hersteller, der sich auf den Cannabis-Lifestyle konzentriert. Tilray’s Manitoba Harvest ist ein Top-Hanf-Nahrungsmittelhersteller mit einer signifikanten US-Präsenz. Aphria denkt, dass diese Unternehmen eine solide Ausgangsbasis für den Einstieg in den US- Cannabismarkt bieten könnten, sobald dieser von der Regierung zugelassen ist.

 

Welche Aktie ist nun besser?

Aphria erwirtschaftet bereits Hunderte von Millionen Dollar an jährlichen Einnahmen. Nach Abschluss der Fusion mit Tilray dürfte der Umsatz bei 700 Millionen Dollar liegen. Obwohl das Unternehmen nicht durchgehend profitabel ist, hat Aphria acht aufeinanderfolgende Quartale mit positiven bereinigten Gewinnen vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) geliefert.

Auf der anderen Seite stammen die einzigen Einnahmen von Ocugen aus Kooperationen. Das Unternehmen schreibt weiterhin hohe Nettoverluste. Diese Situation würde sich deutlich verbessern, wenn Covaxin in den USA zugelassen wird und einen großen Liefervertrag erhält. Es besteht jedoch ein echtes Risiko, dass das nicht passiert, zumindest nicht in naher Zukunft.

 

Quelle: (fool.com)